BADERANSTALT
Hammer Steindamm 62
20535 Hamburg
Tel./Fax: 040 -200 59 59
e-mail: post@baderanstalt.de


Institut für körperliches und geistiges Wohlergehen

Die Getränke liegen im Kühlschrank, die Künstler auf dem Sofa, - ab und zu betritt jemand eine Bühne...

Hoch über den Dächern Hasselbrooks gelegen, verwaltet der BADER dieses Domizil und wacht in selbstherrlicher Manier über Qualität und Güte der dargereichten Erquickungen.

Gemeinsam mit erfahrenen BADERmeistern werden die in der Anstalt zur Aufführung gelangenden Kostbarkeiten nach einem einfachen aber strengen Prinzip ausgewählt:

Gezeigt wird nur, was der BADEaufsicht gefällt!

Mal sind dies seltene Filme oder ausgesuchte Theaterproduktionen, mal spektakuläre Gesangsabende oder gar Lesungen mit erlesenen, kulinarischen Beigaben.

Dabei scheuen sie jedoch keine Konfrontation mit den entlegendsten künstlerischen Geschmäckern, um dem geneigten Zuschauer fernab von Gewohntem, Erstaunliches zu präsentieren.


DIE BADERmeister
BADEplan, Qualitätssicherung, Projektzufluß, Auskunft

Kristian BADER

Schauspieler und Kabarettist. Seit 1992 mit Michael Ehnert im Bader-Ehnert-Kommando tätig ( www.bader-ehnert-kommando.de ). Seit 2000 Caveman im Schmidt’s Tivoli

Karina NÖLP

Bühnen - und Kostümbildnerin, Bild - und Grafikakrobatin. Seit 1997 in Hamburg und Restdeutschland tätig. Demnächst endlich auch im eigenem Schwimmbecken aktiv.

 

Hier finden Sie einen Rückblick auf bei uns gezeigte Veranstaltungen

THEATER: 25. & 26. MAI 2007

"DER BESTE MENSCH VON HANNOVER" DIE HAARMANN PROTOKOLLE

Es spielen PIT HARTMANN und ANDREAS LADWIG

REGIE: ANDREAS LADWIG

Zwischen 1918 und 1924, in den Wirren der Nachkriegszeit, tötete der hannoveraner Händler und Polizeispitzel Friedrich Haarmann 24 junge Männer, indem er sie im Liebesrausch in den Hals biss. Die Gespräche, die der seinerzeit vom Gericht benannte Psychater Ernst Schultze mit Haarmann führte, bilden die Grundlage für diese Szenen-Collage. Ein hochverdichtetes Psychogramm, nicht nur des Serienmörders Haarmann, sondern auch seines Psychiaters und damit der Zeit und der menschlichen Gesellschaft. „Man mußte sich von vornherein eingestehen, dass eine gleichsam das Weltgewissen befriedigende Auflösung des ungeheuren Falles nicht möglich war“, schrieb der Prozessbeobachter Theodor Lessing.

 


3. JUNI 2007 - FJARILL HANMARI SPIEGEL & AINO LÖWENMARK

„Zusammen sind sie Fjarill, und gemeinsam sind sie ein echtes Hörerlebnis, ... . Diese Lieder sind Werbung für die Klarheit des Einfachen, den Blick für das Wesentliche, sie handeln von den kleinen Dingen, der Liebe zur Natur und der inneren Balance, die man nur findet, wenn man sich beschränkt. “Musikmetropole Newsletter

 

 

KAFFEE.SATZ.LESEN 39

Sonntag, 29. März 07 um 16:00 Uhr

Wolfgang Herrndorf | Frank Klötgen Benjamin Maack | Birgit Utz | Maike Braun

wer im 5. Stock keinen Einlaß mehr findet, kann ab sofort im 4. Stock (im Nichtschwimmerbecken der baderanstalt) immerhin akkustisch der Lesung beiwohnen - in entspannten Sitzmöbeln & bei Getränk

"Wiedersehen!" Zur April-Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN gab es ein Wiedersehen mit einigen Autorinnen und Autoren, die in den vergangenen vier Jahren schon einmal Gäste der Lesereihe waren. Ein spannendes Wiedersehen, denn: alle hatten neue Bücher im Gepäck.

http://www.redereihamburg.de


für diese Vorstellungen bitte vorbestellen unter 040 - 200 59 59


KAFFEE.SATZ.LESEN 38

Sonntag, 25. März 07 um 16:00 Uhr

Kathrin Passig | Tex Ruboniwitz Sebastian Schnoy | Carsten Klook | Jürgen Albertsen

"Neues aus Berlin, Hamburg, München & Wien" Ein hochkarätig besetztes Programm mit weit gereisten Gästen präsentiert die redereihamburg zur 38. Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN. Aus Berlin kommt Kathrin Passig, die 2006 bei den Klagenfurter Tagen der Deutschsprachigen Literatur den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Kelag-Publikumspreis gewann. Der Zeichner und Satiriker Tex Rubinowitz lebt in Wien, ist nun schon zum dritten Mal Gast der Lesereihe und stellt seinen neuen, höchst ungewöhnlichen Wien-Reiseführer "Das staubige Tier" vor. Der preisgekrönte Hamburger Comedian Sebastian Schnoy (Quatsch Comedy Club, 3 SAT) ist mit seinem ersten Roman "Rampenfieber" zu Gast, und der Hamburger Schriftsteller Carsten Klook liest eine Erzählung aus seinem im Frühjahr 2007 erscheinenden Buch "In- und Auslandsverbindungen". Ebenfalls mit neuem Buch und aus München reist Jürgen Albertsen an, "Rotes Curry" heißt sein erster Erzählband .http://www.redereihamburg.de


WEBER-BECKMANN: „Ausversehnsucht“

24. MÄRZ 2007 um 20.30 UHR

25. MÄRZ 2007 um 20.30 UHR

PREISTRÄGER DES DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREISES 2007 in der Sparte Chanson/Lied/Musik

„Ausversehnsucht“-was ist das? Ist das der Versuch von Weber/Beckmann sich im Duden zu verewigen? Nein, es ist der neue Programmtitel des jungen Duos, das nach zwei Jahren „kurz vor unendlich“ jetzt mit „Ausversehnsucht“ nicht nur die Welt, sondern das Universum erobern möchte. Die beiden Musiker singen und spielen, was das Zeug hält. Neue Balladen erklingen, um von skurril-poetischen, mit packendem Wortwitz versetzten Songs abgelöst zu werden, die von Goldfischen und Rasensprenkleranlagen ebenso wie von Wandschränken und Regenwürmern handeln. Nebenbei unterhalten Weber/Beckmann das Publikum mit selbst erlebten Geschichten und Ausversehnsüchten. Ausversehnsucht, so klärt das Duo auf, ist eine Sehnsucht, ein Gefühl, das sich einfach so einstellt, ohne dass man widerstehen kann....Infos unter: www.weber-beckmann.de


Endlich mal wieder war eine handfeste politische Veranstaltung bei uns zu Gast

am 23. März 07 um 19.30 Uhr

Der Intellektuelle, Autor und Publizist: Mathias Greffrath ("DIE ZEIT und "taz") einer der bekanntesten und unterhaltsamsten Mitbegründer von `attac Deutschland´ hielt bei uns einen Vortrag und diskutiert über das Thema Patriotismus.

Zur Abwechslung ging es dabei mal nicht um die Analyse der Gefahr von Rechten und Nationalisten, nein! Er fordert den normalen Bürger auf sich, angesichts einer brutalen wirtschaftlichen Globalisierung, unserer verfassungsmäßigen Grundrechte zu besinnen und diese gegen eine hemmungslose Ausbeutung zu verteidigen! Jeder, der versucht, sich als Stromkunde, Biokonsument, Urlauber und Privatperson "bewußt" zu verhalten, weiß, was es bedeutet, den Kampf gegen eine internationale Maschinerie aufzunehmen,die das Angenehme, Leichte und Lebenslustige propagiert und verschweigt, daß dies allzu oft nur durch Ausbeutung, Zerstörung und Unterdrückung zu haben ist. Hier gilt es, ein quasi ,verfassungspatriotisches' Selbstbewußtsein zu schaffen, das es uns ermöglicht, in unserer Kultur mitzubestimmen, wie unsere Visionen einer gelebten und menschenwürdigen Existenz aussehen sollen. Brauchen wir also: - Grundeinkommen auf erreichtem zivilisatorischem Niveau - Absolute Gleichheit bei Krankheit und Tod - Gleiche Bildungschancen für alle - Stop der Privatisierung öffentlichen Reichtums - Versöhnung mit der Natur. Kooperation mit der Buchhandlung Seitenweise


MARIACHI INTERNACIONAL EL DORADO: 24. FEBRUAR 2007 um 20.00 UHR

Die Mariachis spielen mit mitreißender Begeisterung die Musik der Liebe, Sehnsucht, Freude und Leidenschaft. El Dorado trägt einen wundervollen Teil der mexikanischen Tradition nach Europa und spielt mit großer Begeisterung die romantischen Boleros, Rancheras, Corridos, Sones und Jarabes. Bésame mucho - Cielito lindo - La cucaracha - Son de la negra - Jarabe tapatío, um nur einige bekannte Lieder zu nennen. Der Gesang wird begleitet von Trompeten, Geigen und den typischen Klängen des Gitarrón und der Vihuela. Weitere Informationen: www.mariachi-eldorado.com


KAFFEE.SATZ.LESEN 37: Sonntag, 25. Februar 07

" Überlänge“ mit Lars Dahms | Stefan Kraschon | Ich jetzt täglich | Stevan Paul |


25. -26. - 27. JANUAR 2007 : "ZU GAST BEI W./W. HILLER"

EIN THEATRALISCHES DOKUMENT MIT PITT HARTMANN eine RedArt Produktion.

Die autobiographische Geschichte des Kochs, Frontsoldaten, Fräsers und Familienvaters Walter Hiller, der sich mit 51 Jahren in der sozialistischen DDR-Öffentlichkeit erstmals traute, Frauenkleider zu tragen, ist anrührend, voller Komik, tiefgehend und mitreißend, denn er/sie hat in zwei Jahrhunderten und in zwei Geschlechtern gelebt.

Man nimmt Platz an einer festlichen Tafel und während man ißt und trinkt, entführt einen den Gastgeber in seine Geschichte, aus der man nur ungern wieder auftauchen will.


KAFFEE.SATZ.LESEN 36 : 28.01.2007 mit Lou A. Probsthayn | MC Winkel Burkhard Wetekamp | Herbert Hindringer | Lena Hach

Die redereihamburg startete mit KAFFEE.SATZ.LESEN 36 ins vierte Jahr ihres Bestehens.

Mehr über die redereihamburg und KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im Internet unter http://www.redereihamburg.de


KAFFEE.SATZ.LESEN 35: Sonntag, 17. Dez.06

Weihnachts-Spezial: "LEISE RIESELT..."Auch in diesem Jahr lud die redereihamburg wieder zum legendären KAFFEE.SATZ.LESEN-Weihnachts-Spezial. Zehn Autoren der vergangenen KAFFEE.SATZ.LESEN-Saison haben exklusiv für die Weihnachtsausgabe der Lesereihe einen jeweils fünfminütigen Text geschrieben. Die Themenvorgabe in diesem Jahr war für alle Autoren: “LEISE RIESELT...”

Dazu spendierten die Macher des Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur dem Publikum 10 kg Weihnachtsgebäck und 25 Liter feinsten Glühwein. Ein schnelles, spannendes und überraschendes Vorlesevergnügen. Es lasen: Ina Bruchlos Maximilian „Merlix“ Buddenbohm Eric Hegmann Sven Heine Almut Klotz Andreas Münzner Xochil A. Schütz Annette Schwarz Johanna Wack Mek Wito


KAFFEE.SATZ.LESEN 34: Sonntag, 26. Nov.06 „Härtefälle“

Nein, novemberkuschelig war sie nicht, die 34. Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN, denn die geladenen Autoren gehören allesamt zu den kompromisslosesten Schreibern neuerer Literatur, sind strenge Dramaturgen unbequemer Themen mit einer klaren, direkten Sprache. Nach seinem viel gelobten Debüt „Donny hat ein neues Auto und fährt etwas zu schnell“ stellt Arne Nielsen seinen neuen Erzählband „Buddeln, 1-3“ vor. Ein Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns voller grotesker Begebenheiten und untergründiger Gewalt. Um Leben und Tod geht es in Matias Grzegorczyks Roman „Wenn Du schläfts“, einem subtilen Krankenhaus-Thriller, der schlaflos macht. DJ Scheiße feuert fiese Bösartigkeiten schneller ab, als es, zumindest Pinnebergern, lieb sein kann und wurde damit zu einer Hauptfigur des Hamburger Poetry Slams. Der Solinger Autor Glumm aka 500 Beine erzählt vom„räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus“ und der Dichter Casjen Ohnesorge beschäftigt sich in seinen Texten mit den Tücken der Sprache und der eigenen Gefühlswelt.


Am 2. Nov.06 gab es einen Abend unter der Federführung von LERKE SCHOLING, eine Lesung von ETEL ADNAN, einer 1925 in Beirut geborenen Schriftstellerin, weisen Frau und Feministin
KAFFEE.SATZ.LESEN 33: Sonntag, 29. Oktober mit Mirko Bonné Matthias Keidtel Bov Bjerg Maximilian "Merlix“ Buddenbohm Kerstin Brockmann und einer Fotoausstellung von Kerstin Schlitter
Sa, 28. Oktober 06, GERHARD GRUBER vertonte am Klavier:

Lokführer Buster Keaton kann zum Leidwesen seiner Braut, die ihn gerne als Helden sehen würde, nicht am amerikanischen Bürgerkrieg teilnehmen. Als seine Lokomotive „The General“ mitsamt seiner Braut von gegnerischen Truppen entführt wird, schaltet sich Buster ein, jagt ihnen nach und rettet beide - Lok und Frau - vor dem Feind. Buster Keatons berühmtester Film: Die Ereignisse überschlagen sich, eine Kette von Gags treibt die Handlung voran - die Stoik des Helden kann das jedoch nicht erschüttern!
Am 27. Oktober gab es bei uns eine etwas andere MODENSCHAU mit Lesung, Speisen und Musik von "MENUE=" im Rahmen der design-festivals 2006 "hamburgunddesign" .


die Auftakt-Veranstaltung des GASTPALASTs mit Igor Vasiliev und trio bravo+ war ein Riesenerfolg! Die baderanstalt präsentierte sich mal wieder in völlig neuer Gestalt und die acts waren - getreu unserem Motto, Besonderes, Ungewöhnliches und Rares präsentieren zu wollen - herausragend und wunderbar erstaunlich!!!!! am 26.Oktober:

Trio Bravo stellt sich den monumentalen Bildern und Spannungsbögen rasant und kraftvoll, aber auch leise, poetisch und melancholisch. Dabei ist die hochdramatische Musik nicht nur Interpretation und Illustration zum Film, die Komposition schafft sich unabhängig ihre eigene künstlerische Berechtigung.
Sonntag, 08.10.06 fand bei uns der 1. HAMMER LITERATURWETTBEWERB statt. Wer wissen wollte, welch bunte Szene aus Literaten, Dichtern und Erzählern sich hier im Osten unserer Stad t verschanzt hat, war ab 16.00 Uhr gerne gesehen! Getrennt prämiert und vorgetragen wurden die besten Beiträge von Erwachsenen und Jugendlichen zum Thema: LEBEN IN HAMM
Am 30. SEPTEMBER 06: Trio Bravo+ (die Musiker von Balagan)

die allein in diesem Jahr schon zweimal die Erde umrundeten auf ihren Gastspielen von China nach Griechenland, von Finnland nach Korea und zurück. Ein Abend voller sentimentaler, musikalischer Geschichten, wehmütiger Klänge, unbändiger Ausgelassenheit und mitreißender russischer Lebensfreude mit Violine, Kontrabass, Klavier und Schlagwerkzeug.
Außerdem trafen sie in dieser Nacht auf DEN momentanen Star Moskauer Showbühnen, Igor Vasilyev!! Ein Clown mit dem Herzen weit, wie die Steppe und einem Witz, tief wie die Schluchten des Baikal. www.gastpalast.de


Seit dem 30. September gibt es mit GASTPALAST eine neue Veranstaltungsreihe in der Baderanstalt. Seit Jahren sind wir unterwegs auf Straßen und Schienen von Auftritt zu Auftritt, reisen von Geschichte zu Geschichten, waren zu Gast oder Gastgeber, in Zelten und Palästen, allein oder mit Hunderten.
Warum in einem "Wohnzimmer" eine Bühne steht, hat mit der Sehnsucht nach dem Neuem zu tun, mit der Faszination des Ankommens und des Abreisens.
Unten liegen die Gleise, die von hier bis zum Ural führen, oben sieht man durch die Fenster bis zum Horizont.In der Reihe GASTPALAST kommen ein paar der unterwegs getroffen Künstler zu uns, für die die Baderanstalt wiederum nur eine Station auf ihrer tausende Kilometer langen Reise sein wird, an der wir für einen Abend teilhaben dürfen.
Kaffee.Satz.Lesen 32: Sonntag, 24. Sep.06

5 tolle Autoren
und eine schöne Fotoausstellung

mit: Ina Bruchlos, Rainer Jogschies, Arne Vollstedt,
Volker Strübing
und Fotos von Kerstin Schlitter

Mehr über die redereihamburg und KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im Internet unter http//www.redereihamburg.de
Dort finden Sie Texte von allen Autoren, dort kann man den Newsletter abonnieren, die Anthologie bestellen oder sich für einen eigenen Auftritt bei Kaffe.Satz.Lesen bewerben.



 

am 17. 18. Juni 05: "Top Sigrid" von und mit Christine Prayon und Eva Eiselt

An diesem Abend verwandelten sie unsere Räumlichkeiten in einen konspirativen Treffpunkt. Zwei attraktive Kabartett-Geheimdienstlerinnen mit ihrem Programm "Top Sigrid" unterwandern unsere Comedy-sehgewohnheiten subversiv .
So wollen sie zum Beispiel dem Zuschauer unerschrocken"ohne Klavier und ohne Männerwitze" gegenübertreten und verzichten damit freiwillig auf zwei der schrecklichsten Standardwaffen im Frauenkabarett! So etwas kann sich nur leisten, wer wirklich zu den ausgebufftesten Profis oder den furchtlosesten und wagemutigsten newcomern zählt!
"Wir machen alles"! Unter diesem Motto singen, parodieren und deklamieren sie sich die Seele aus dem Leib, ständig das Damokles-Schwert des kabarettistischen Einzelkämpfers vor Augen: Arbeitslosigkeit und den Alltag als beschäftigungslose Schauspielerin!

Mit ihrem "100%-igen Realkabarett" haben die beiden Bühnenagentinnen mittlerweile nicht nur große Theater- und Kleinkunstbühnen im Sturm genommen, sondern sich auch namhafte Belobigungen an die Brust heften lassen!
Fehlte nur noch die begehrteste Agentenauszeichnung - das TÜV-siegel der Baderanstaltzuschauer!


Kaffee.Satz.Lesen 18: Sonntag, 27.02.05 mit
Michael Weins
Frank Kloetgen, mit seinem interaktiven Roman Spätwinterhitze auf CD-ROM
Roberta Schneider
Sascha Piroth
Sven Heine

Spätwinterhitze besteht aus über 2000 HTML-Seiten, die vom Autor selbst in fünfjähriger Arbeit geschrieben und gestaltet wurden, ebenso wie alle Sounds (z. T. mit der eigenen Band eingespielt) und Grafiken. Frank Klötgen ist Slam-Poet und seit über 15 Jahren und 12 Platten Sänger und Texter der Band Marilyn’s Army. Außerdem veröffentlichte er in Anthologien und Zeitschriften, ist regelmäßig auf Slam-Reise und mit dem Tanzorchester Baron von Kurz in der Republik unterwegs. Frank Klötgen lebt in Berlin.


Theater: am 28./29. Jan 05 Wiederaufnahme von Erik Schäfflers Futurologischen Kongress (nach dem Roman von Stanislaw Lem)

Auf einer Tagung eines Psychologen-Kongresses wird der Tagungsort plötzlich beschossen. Die Teilnehmer
fliehen in die Kanalisation und erleben erstaunliche
Abenteuer mit sich und ihrer Umwelt. Die Grenzen
zwischen Realität und Fiktion verschwimmen und es
gelingen haarsträubende Einblicke in eine vielleicht
nicht mehr ganz so ferne Zukunft.


Kaffee.Satz.Lesen. 17: Sonntag, 30.01.05 mit
Sven Amtsberg
Katrin Dorn
Tilla Lingenberg
Anja Kümmel
Fotoausstellung: Für zwei Wochen stellen wir in Zusammenarbeit mit der neuenGesellschaft neun junge Fotografen aus, die bei uns ihre Bildergeschichten zum Thema "Im Osten" präsentieren

Lebendig.Politisch.Bildend: Die Neue Gesellschaft trägt zur politischen Information und Diskussion bei. Das Ziel ist es, Foren für Gespräche und Begegnungen zu schaffen, um so Verständnis und Toleranz wachsen zu lassen. Die Themen spiegeln die politisch brisanten und aktuellen Fragestellungen unserer Zeit wider.

am 5.11.04 Eröffnung. www.imosten.com
am 10.11.04 Lesung im Rahmen der Ausstellung.

Eingeladen waren der Schriftsteller Juri Andruchowytsch und die Journalistin Sofia Onufriv aus der Ukraine. www.die-neue-gesellschaft.de

Zur Ausstellung:Vom 1.Mai 2004 an werden Estland,Lettland,Litauen,Polen,Tschechien, die Slowakei,Slowenien und Ungarn zur Europäischen Union gehören,ab 2007 sollen Rumänien und Bulgarien folgen.Langfristig ist die Integration der übrigen Länder des Balkans geplant.

Neun junge Fotografen, möchten mit ihren Arbeiten zum Kennenlernen der zukünftigen EU-Länder beitragen. Vor dem Hintergrund autobiografischer Motive und aus persönlichem Interesse haben sie den bevorstehenden EU-Beitritt zum Anlass genommen, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen und die unterschiedlichen Blickwinkel zu einem Projekt zusammenzuführen.

Fernwärme Am Rand von Hauptstädten:Berlin -Warschau -Moskau von Anne Gabriel-Jürgens Polnisches Herz Der Südwesten Polens von Lukasz Chrobok Krautmarkt mit Danuta -Vodkaschmuggel mit Kazik Die polnische EU-Außengrenze von Jan Zappner Memelland Eine Kindheit zwischen Ostpreußen und Litauen von Erika Bialowons Ignalina Das Atomkraftwerk in Litauen von Ole Kloss „Sind Sie ein echter Frosch?" „Natürlich,das sieht man doch.Keine Metapher."Eine Bildergeschichte von Linn Schröder Karpaten-Deutsche Begegnungen in Rumänien,der Slowkei und der Ukraine von Irina Ruppert Rodina Auf den Spuren von Heimatgefühlen in Bulgarien von Pepa Hristova Mitten in Europa -jenseits der EU Stimmungen aus Belgrad und Sarajevo von Sanna Miericke


So, den 26. Sep. öffnet die Baderanstalt nach der verregneten Sommerpause wieder ihre Pforten!
An ebendiesem Sonntag wird wieder eine Schar munterer Autoren zum Kaffee.Satz.Lesen zu Gast sein ( mit "Szene" Autorin Anne-Ev Ustorf, Theaterregisseurin Angela Rotermund, Machtclubbetreiber Alexander Posch und "the Günter Grasses" als musikalischer Act ohne Musik)
Zum 13. Mal werden bei hauseigenem Gebäck und Kaffee aus unserer antiken Kantinen-WMF die Grenzen zwischen literarisch/kulinarischem Genie und Wahnsinn ausgelotet.

KAFFEE.SATZ.LESEN, Di, den 28. Sep. lasen Stefan Beuse, Katrin Dorn, Matthias Göritz, Arne Rautenberg und Michael Weins aus dem neuen Buch (herausgegeben von Verena Carl und Tanja Dückers) Stadt Land Krieg
Verena Carl wird auch Moderatorin des Abends sein.
Interessant finde ich das Thema des Buches besonders in Hinsicht darauf, daß der so rasend bekannt gewordene Dokumentar-Filmer Michael Moore in seinem Buch "Volle Deckung Mr. Bush" einmal schrieb, wir Deutschen hätten finanziell für den 2. Weltkrieg noch nicht genug bezahlt.
- als könne man durch Geldzahlungen eine Schuld sühnen.
Wie tief die Narben dieser unseligen Zeit immernoch gehen und welcher Preis noch heute in Gesellschaft und Familien dafür bezahlt wird, damit haben sich diese jungen Autoren des Buches beschäftigt.
Bilder- und Fotoausstellung: zum blind date mit 300 williwallies*
Ausstellung: 22. - 24. Okt. von 15-18 Uhr

*permutable bilderwelten von 5 artverwandten gestaltern
(silvia panarinfo, sylvia grom, saskia schuch, stefan söderblom, rené schuch)
in erstaunlichem zusammenhang.
die sache hat doch einen haken.
mindestens! http://www.williwallies.de


Sonntag, 17. Okt. 04 / "Aus dem Leben des Manuel Zorn“
Lesung, Sounds & Songs
von Almut Klotz und Reverend Ch.Dabeler

die "redereihamburg“-Macher, starteten im Oktober zusätzlich die neue Veranstaltungsreihe "redereihamburg präsentiert:“ In unregelmäßigen Abständen bringen sie spannende Literatur, neue Musik oder szenische Lesungen auf die Bühne der Baderanstalt. Wir freuten uns, zum Auftakt der Reihe, eine ganz besondere Produktion vorstellen zu können: Die Musiker und Autoren Almut Klotz (Ex-Lassie Singer / Flittchen Records) und Reverend Ch.Dabeler (Ex-Nationalgalerie) haben gemeinsam den Roman "Aus dem Leben des Manuel Zorn“ geschrieben und neue Songs aufgenommen. In der Baderanstalt lasen sie aus dem Roman und präsentierten live einige der Songs.
Kennen Sie das Spiel ?Fang den Hut“? Man muss sich dem Prinzip der Jagd unterwerfen, um nicht zu verlieren. Man jagt, um nicht gejagt zu werden. In einer ähnlichen Situation befinden sich die beiden Protagonisten in Zorn. Der eine ist arbeitslos und verzweifelt, hat sich aber mit seiner Situation abgefunden und möchte eigentlich nicht gestört werden. Der andere leidet unter Gedächtnisschwund und begegnet seiner Umwelt voller Zynismus. Protagonist 1 wird für eine Person gehalten, dessen Namensschild er zufällig gefunden hat. Protagonist 2 beginnt, Protagonist 1 zu verfolgen, weil er mit dem Namen vage eine Episode aus seiner dunklen Vergangenheit verbindet. Beide sind geplagt von den Mühen und Mysterien der Großstadt und begegnen sich schließlich in einer Agentur, die die Inszenierung von Erinnerungen als Dienstleistung anbietet, die ?Agentur für Schlüsselszenen“. In diesem philosophischen Berlin-Thriller geht es um verlorene, angeeignete und noch nicht gefundene Identität, um Unbehaustheit im Sinne Alfred Döblins: Den Menschen ist ihre eigene Umgebung fremd. Die Großstadtbewohner gehen voller Misstrauen miteinander um. Das ist nicht die Welt eines Herrn Lehmann, der sich in einer dorfähnlichen Enklave eingerichtet hat. Die Welt in ?Aus dem Leben des Manuel Zorn“ ist böse.

Die Lesung:
Die Lesungen von A. Klotz und Rev. Dabeler unterscheiden sich von anderen dadurch, dass sie über die Ebene ?Autor liest Text“ hinausgehen. Die beiden nutzen ebenfalls ihre Talente als Komponisten, Songwriter und Hörspielproduzenten. So wird der Text begleitet von Soundcollagen, abstrakten Kompositionen und durch eingeschobene Songs ergänzt. Diese Art der ?akustischen Inszenierung“ verleiht dem Vortrag eine erhöhte Plastizität, schafft atmosphärische Spannungsbögen und lockert zuweilen das Gehör.

Dieser Form liegt ein Experiment aus 2003 zugrunde, bei welchem die Autoren ihr Radio-Feature ?Weiß ich ob der Lokführer gut gefrühstückt hat?“ mit drei weiteren Sprechern in einer Bühnenversion erfolgreich aufführten. Es lag nahe, diese Form auch für literarische Lesungen beizubehalten. Speziell Manuel Zorn mit seinen düsteren Stimmungen zeigt sich hierfür prädestiniert. Im Herbst werden div. Lesungen, unter anderem am Deutschen Theater Berlin und in der Baderanstalt in Hamburg stattfinden.

Die Autoren:
Almut Klotz, 1962 geboren und aufgewachsen im Schwarzwald, lebt und arbeitet seit 1985 in Berlin. Seit 1988 war sie als Sängerin und Songwriterin maßgeblich an den mittlerweile legendären Lassie Singers beteiligt, mit denen sie vier Alben herausbrachte und ungezählte Tourneen absolvierte. 1998 gründete sie zusammen mit Christiane Rösinger Flittchen Records, ein Musiklabel, das für besondere Veröffentlichungen steht. Seit 1997 arbeitet sie als freie Autorin, u. a. für die Berliner Zeitung, die taz und den Schweizer Radiosender DSR 3.
Rev.Christian Dabeler, 1965 in Hamburg als Spross eines St.Pauli-Clans geboren, ist Musiker, Produzent und Autor in Hamburg. Anfang der Neunziger schrieb er zusammen mit Rocko Schamoni die Drehbücher für die Filme Rollo Aller 1 und 2 und spielte darin eine Hauptrolle. Er arbeitete u.a. mit der Band Nationalgalerie und tourte mit Robert Foster von den Go-Betweens. Ende der Neunziger entdeckt er seine Liebe zur Sprache wieder und beginnt, Essays und Kurzgeschichten zu verfassen. Seit 1999 komponiert er Theatermusik, u. a. für Produktionen am Residenztheater in München und am Theater Oberhausen, zuletzt am Deutschen Theater Berlin.

Gemeinsam arbeiten sie an einem Musical und an dem ersten Album ihrer Popband "Europa“. Aus dem Leben des Manuel Zorn ist ihr erster Roman


Kabarett:
Am 11. & 12. Juni um 20.00 Uhr war HG.Butzko bei uns mit seinem Programm MACHTPARTY zu Gast. Die Zuschauerschaft wurde zur ZwangsParty in einem entführten Flugzeug geladen,- der Kidnapper hatte glücklicherweise unsere positive Bewußtseinsbildung im Sinn und so verließen wir die Maschine um einige tiefgreifende Denkanstöße reicher! Butzko kommt wieder - wir auch!
Szenische Lesung: Am 15. März 04 begannen wir die URLESUNG bei uns in der Baderanstalt. Es lasen und spielten an diesem Abend:
Kristian Bader, Melanie Blocksdorf, Alexander Geringas, Konstantin Graudus, Katharina Mittermeier, Alfred Sieling, Oliver Törner und Karime Vakilzadeh. Ehrengast: Georg Immelmann

In dieser Reihe veranstalteten wir drei weitere Produktionen mit zum Teil großartigem Erfolg, seit der neuen Spielzeit wird die Reihe im Hamburger Sprechwerk weitergeführt!


Lesung: KAFFEE.SATZ.LESEN, Jeweils am letzten Sonntag des Monats um 16:00 Uhr

Innerhalb kürzester Zeit hat sich diese Autorenlesung zu einer der bestbesuchten, angesehensten und kurzweiligsten der Stadt entwickelt. 5-6 Autoren stellen Neues aus ihrer Feder vor. Die "Rederei Hamburg", das künstlerische Kreativ-team um Stevan Paul, Sven Heine, Robert Cohn, Jana Liebig u.a. wählen monatlich die Beiträge aus, die dann zu kurzweiligster Aufführung und Präsentation bei Kaffee und Kuchen gelangen. Dabei geben sich mittlerweile die größten der poetry-slam-und-live-Lesungsszene Deutschlands ein Stelldichein

Kultige Veranstaltung mit hohem Unterhaltungswert auf ebensolchem Niveau!


Musik: 25. Februar 2004 / REGY CLASEN, die Text-, Stimm- und Gefühlsakrobatin, deren Auftritt wir schon so lange geplant und angekündigt und ebenso oft umdisponiert und verlegt haben gab mit ihrer großartigen Band am 25. Februar ein live-Konzert,das als besondere Zugabe zu ihrer neuen CD im Internet erscheinen wird. (man kann es sich dann nach Erweb der CD mittels Zugangscode herunterladen!

Etwa 200 Gäste feierten bis spät in die Nacht und freuten sich über einen tiefmusikalischen und hochunterhaltsamen Abend mit alten Kostbarkeiten und brandneuen Titeln.

(Wenn einer wie Sting, eine Stimme als "wonderful" und das Album dazu als "very good indeed" bezeichnet, dann ist das schon so eine Art Ritterschlag für eine Musikerin, oder?) www.regyclasen.de


Kaffee.Satz.Lesen.
Zur Eröffnung dieser Reihe beherbergten wir am Sonntag dem 28.03.2003 zum ersten Mal Angelika Maisch, Claus Will, Finn-Ole Heinrich, Robert Cohn, Stevan Paul und Sven Heine. Mit etwa 150 neutextbegeisterten Zuschau- und -hörern wurden wir Zeuge der (zumeist) Erstaufführungen interessantester Werke der anwesenden Meister selbst. Die Texte reichten von Erfahrungen mit wahrnehmungsgestörten Haustelefonanlagen und renitenten Hummerterrinen über Hausfrauen, die ihre Männer zu Vatertag meistbietend versteigern und singende Lastkräne bis hin zur poetischen Lebensgeschichte eines Eremiten-Bildes und machen große Lust auf Zukünftiges.
Abgerundet wurde der Nachmittag durch musikalische Intermezzi vom Plattenteller und kulinarische Süßwarenkreationen vom Kuchenteller.

-es folgten mittlerwiele bereits elf weitere Lesungen (unvergessen bleibt die Augustlesung 2003, zu der Zuschauer Planschbecken und Badezeug mitbrachten, um trotz tropischer Temperaturen nichts zu verpassen!)

Die Krönung des Jahres dann am 21. Dezember 03: 14 Autoren, 50 Liter Glühwein, 5 Kilo Gebäck! Wenn das nicht allein schon nach einem vollmundigen Weihnachtsereignis klingt! Zum Abschluß des Jahres feierten wir mit allen Autoren aus 03 einen Weihnachts-Lese-Marathon, zu dem alle einen fünfminütigen Spezialbeitrag zum Thema X-mas, Weihnachtswahnsinn, eilige Nacht etc.selbstgebacken hatten. Das begeistere Publikum hat wohl noch nie so viele verschiedene Schattierungen von Weihnachten um die Ohren gelesen bekommen!


LESUNG: 23. Nov.03 / "Melonenschale" von Rada Biller

Frau Biller wurde 1930 in Baku geboren. In den Kriegsjahren lebte sie in Baschkirien und Stalingrad. Nach der Niederlage des "Prager Frühlings" emigrierte sie 1970 mit ihrer Familie ( Maxim Biller und Elena Lappin ) nach Hamburg, wo sie heute noch lebt.

Für uns alle völlig überraschend war die baderanstalt innerhalb kürzester Zeit brechend voll, was wiedereinmal beweist, daß die Buchhandlung "Seitenweise" , die diese Lesungen bei uns veranstaltet, bei der Auswahl ihrer Künstler ein geschicktes Händchen hat! Frau Billers Geschichten aus der Kindheit stammen aus einer anderen Zeit, ihr Leben zwischen 4 Ländern aus einer anderen Welt!


LESUNG: 22. Okt. 03 / "Seltsame Sterne starren zur Erde"von Emine Sevgi Özdamar

Berlin Mitte der 70er Jahre. Eine geteilte, eingeklemmte Stadt voller Auf-und Umbrüche in Ost und West. 1976 kommt dort eine junge Schauspielerin aus Istanbul auf der Flucht vor der Militärdiktatur in der Türkei an. Im Gepäck die Sehnsucht nach der Heimat, die Neugier auf das unbekannte Deutschland und den großen Traum, das Theater Bertold Brechts an der Ostberliner Volksbühne kennenzulernen. Mit großem Erstaunen und charmantem Witz erzählt Eimine Sevgi Özdamar von einem Berlin, das wohl kein Deutscher so gesehen hat: Das Leben ihrer WG-Mitbewohner im Westberliner Wedding und ihrer Ostberliner Freunde in Pankow, die türkischen Einwanderer in der Nachbarschaft, die politischen Ereignisse des "deutschen Herbstes", die täglichen S-Bahnfahrten zwischen West und Ost, kleine und große Liebesgeschichten und vor allem ihre große Liebe zum Theater Heiner Müllers und Benno Bessons.

Der Abend endete mit sehr lustigem Biertrinken mit allen 30 Zuhörern, die offensichtlich genossen, wie unterhaltsam Frau Özdamar die Fragen aus der Runde beantwortete und an diesem Teil des Abends mindestens ebensoviel Spaß zu haben schien, wie an der Lesung selbst.


MUSIKALISCHER THEATERABEND: 20. Dez 03 / "Feierabend" (oder Leben lassen) mit Anna Depenbusch, Stefanie Schmid, Simon Lardon und Jan Christof Scheibe

sterbenstraurig & todkomisch -ein heiteres Programm über den Tod und das vier Tage vor Weihnachten! Unpassender und treffender konnte der Abend nicht sein.Vier Schauspieler, vier Headsets, vier Lampen und ein Keyboard erhoben unser Theater zu einer Welt-bühne, die das Leben mit seinen Höhen und Teifen an uns vorüberziehen ließ - auf jeden Fall ein verstörend schöner und wundervoll befremdlicher Abend in der baderanstalt


THEATER: "Der futurologische Kongress" von Stanislaw Lem, mit Erik Schäffler
30./31. Okt. und 1. Nov 03 -
seit 10 Jahren zum 1. Mal wieder in Hamburg

Darauf freute ich mich ganz besonders, denn es erfüllte sich mir hiermit ein ganz besonderer Wunsch. Dieses Ein-Mann-Theaterstück lief vor etlichen Jahren sehr erfolgreich auf Kampnagel und ich konnte es wegen eigener Auftritte nie sehen. Als es auf Kampnagel dann immer weniger Hamburger Theater zu sehen gab, verschwand auch dieses Stück sang und klanglos vom Spielplan,- trotz begeisterter Zuschauer und großem Andrang!

Erik Schäffler ist ein hervorragender Schauspieler, der zu den wenigen in Hamburg gehört, die sich nicht nur erfolgreich über Wasser halten, sondern mit einer ganz eigenen Handschrift, neue, wunderbare Projekte auf die Beine stellen! Vielen wird er als Teufel im Hamburger Jedermann in der Speicherstadt in besonderem Gedächtnis sein, einige werden ihn als treibende Kraft des Theaters Triebwerk kennen, das leider in Restdeutschland (durch Fernsehproduktionen) und im Ausland (durch Gastspiele in Indien oder USA) bekannter zu sein scheint, als in hier in Hamburg!

Szenische Einrichtung: Erik Schäffler, Regie: Petra Kelling, Dramaturgie: Regina Weidele, Spiel: Erik Schäffler

Ein zynischer Totentanz auf eine glückverheißende Zukunft: In den Bürgerkriegswirren ihres Gastlandes geraten die Teilnehmer eines Kongresses zum Thema „Überbevölkerung“ unter den Einfluss von chemischen Kampfstoffen: „Bomben menschlicher Brüderlichkeit“, die nicht mehr töten, sondern zur Güte zwingen. Durch deren halluzinogenen Einfluss verstrickt sich unser Moderator Ijon Tichy in verschiedenen Realitäten: unfähig, zwischen Wirklichkeit und chemischem Wahn zu unterscheiden, rast er mit uns durchs Weltall, verwandelt sich in einen Baum und landet schließlich in der Tiefkühltruhe moderner Medizin.
Er erwacht im Hamburg des Jahres 2039:

Kritik im Ausschnitt:„Was Erik Schäffler erzählt und was szenisch angedeutet wird, läßt Raum für die Phantasie. Derart beflügelt wird der Zuschauer zum aktiven Cybernauten auf der Reise durch erschreckende Wahnwelten, deren Illusionsschleier in einem beißenden Erkentnissprozeß wie die Häute einer Zwiebel abgeschält werden...“( Hamburger Abendblatt„) ...was sonst könnte man einer Generation erzählen, die über George Orwells 1984 nur noch müde grinsen kann. Cyberspace-Parties, Sex per Computer und Rezepte für unruhige Kinder sind schließlich für aufgeklärte Jugendliche nichts ungewöhnliches mehr. Und wie gesagt, auch der Futurologische Kongreß entsteht nur vor unserem geistigen Auge. Ein Spiel der Phantasie also, faszinierend erzählt von Erik Schäffler, das dem Publikum eine denkbare Zukunft zumutet.“ (NDR) „Schäfflers Erzählen verliert nie an Spannung und schafft ein Stück Bühnenwirklichkeit, das den ganz realen Zuschauern neben einigem Spaß auch eine Menge Nachdenklichkeit beschert...“ (taz-Hamburg)


Hamburg-Premiere: THEATER und die allererste Veranstaltung bei uns
Heinrich von Kleist: "Michael Kohlhaas"
20. und 21. Juni 2003
Kai Christian Moritz (Schauspieler)
Christoph Diem (Regie)
...die Kommentare reichten von: "Wahnsinn, was der Schauspieler da leistet!" über "Das ist aber nett hier... und dieser Ausblick...,- und das in Hasselbrook!" bis hin zu "So gut habe ich noch nie etwas von Kleist gesehen!"
Auch wenn es naturgemäß Äußerungen gab die uns mehr und welche, die uns weniger stark interessierten, -
insgesamt wurden unsere großen Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. So waren die beiden Abende ruckzuck ausgebucht und wir mußten uns noch eine Tribüne zusammenleihen, um alle Gäste mit guten Sichtmöglichkeiten zu versorgen; nach den Vorstellungen waren wir erstaunt, wie viele Gäste sich noch lange über das Gesehene unterhielten, was ja sonst aus unserer Erfahrung als Schauspieler in einem klassischen Stück am Stadttheater eher selten der Fall ist, und wie angeregt man dabei über Moral und Sinn der Inszenierung sprach - und all das verdanken wir schließlich der mitreißenden und aufwühlenden Spielweise von Kai Christian Moritz, der uns in der Regie von Christoph Diem eine Erzählung um die Ohren haute, die uns die Nackenhaare zu Berge stehen ließen. Die Geschichte des Pferdehändlers Michael Kohlhaas, der auf dem Wege zum Markt nach Leipzig durch eine Laune des Landbesitzers Wenzel von Tronka um seinen Besitz gebracht wird und der daraufhin das Recht in die eigene Hand nimmt, stürzte wohl einen jeden Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle.
Fühlte man anfangs noch mit Kohlhaas mit, dem Unrecht geschehen ist, sah man sich aber kurze Zeit später unverhofft quasi als Mittäter, wenn dieser ganz Ostdeutschland mit einem Bürgerkrieg überzieht, dessen Rechtfertigung sich sehr selbsgezimmert ausnimmt und zuweilen merkwürdig an das erinnert, was wir im Zuge des Irakkrieges zu hören bekamen.
Auf jeden Fall war dies ein großartiger Brückenschlag zwischen klassischem Stoff und neuzeitlichster Aktualität, eine großartige (Text)arbeit, - allein schon diese Novelle in ein aufführbares Theaterstück zu verwandeln - und ein ganz außergewöhnlicher Theaterabend!

Die Badermeister danken allen Gäste und den Künstlern aufs Herzlichste für diesen äußerst erfolgversprechenden Einstand!

 

 

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Am 28. Januar um 20.00 Uhr gibt es eine weitere Ausgabe des "Merwürdigen Montags", - eine skurrile Sammlung an Musiknummern, Monatsrückblicken, der "Erfindung des Monats", dem "Gedicht des Monats", dem "Gast des Monats" und vielen weiteren komisch bis absurden Programmpunkten!

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